Krefeld, 13. Oktober 2026
three-2-one zeigt SOOOT erstmals öffentlich auf der Dutch Design Week 2026
SOOOT – Apps made of paper
Eine App aus Papier? SOOOT stellt die gewohnte Logik digitaler Bedienung auf den Kopf: Statt über einen Touchscreen wird eine Funktion über eine einfache, gelochte Papierkarte aktiviert. Damit macht das deutsche Designstudio three-2-one aus Papier eine physische Schnittstelle für die digitale Welt: unmittelbar und haptisch. Eine SOOOT Card kann eine Klanglandschaft, einen Radiosender oder einen Podcast starten, einen Timer stellen, das Licht dimmen oder das Verhalten der Box verändern. Die Karten enthalten keine Elektronik, ihre Information steckt allein in einem Lochmuster. Was zunächst wie ein Stück Papier aussieht, wird in der SOOOT Box zur digitalen Funktion. Nach vier Jahren Entwicklung präsentiert three-2-one SOOOT vom 17. bis 25. Oktober 2026 erstmals öffentlich auf der Dutch Design Week im Piet Hein Eek Showroom in Eindhoven.
Computing made for hands, not screens
Jede SOOOT Card ist eine kleine physische App. Steckt man sie in die SOOOT Box, startet sie ihren Inhalt oder ihre Funktion. Zieht man eine Inhaltskarte wieder heraus, endet die Wiedergabe.
Die Karte besteht aus Spielkartenkarton; was sie tut, bestimmt allein die Anordnung ihrer Löcher. So wird aus einem einfachen Stück Papier ein physisches Interface, das sich beschriften, bemalen, etikettieren und sammeln lässt.
Besonders interessant wird das System, wenn mehrere Karten zusammenkommen. Bis zu vier SOOOT Cards können gleichzeitig eingesteckt werden und ihre Funktionen miteinander verbinden. Eine 30-Minuten-Karte kombiniert mit einer ×4-Karte wird beispielsweise zum Timer für Stretch-and-Fold-Zyklen eines Sauerteigs. Eine Sleep-Timer-Karte lässt sich wiederum so mit einer Audio-Karte kombinieren, dass der Ton nach einer festgelegten Zeit langsam ausblendet.
Auch globale Einstellungen können über Karten verändert werden. Die Motion-Sensor-Karte aktiviert etwa die bewegungsgesteuerte Wiedergabe. Mehrere Klanglandschaftskarten können anschließend in der SOOOT Box bleiben – und beim Betreten des Raums jedes Mal einen anderen Klang auslösen.
SOOOT auf der Dutch Design Week
Auf der Dutch Design Week wird unter anderem der SOOOT Card Stack „MOOD: Nature“ zu erleben sein. Hinzu kommen Radio- und Podcast-Card-Stacks – Sammlungen zusammengehörender SOOOT Cards. Bei den Radio-Presets sind ByteFM, das Podcast-Radio detektor.fm und Echobox Radio dabei. Das Podcast-Angebot reicht vom „Gartenradio“ und dem Fahrrad-Podcast „Antritt“ über „Spektrum der Wissenschaft“ und den „brand eins Podcast“ bis zu „Geschichten aus der Geschichte“.
Darüber hinaus können BesucherInnen Timer, Motion-Sensor-Funktionen und frei konfigurierbare Custom Cards ausprobieren. Im Party Mode wird die Box selbst zum Teil der Atmosphäre: Über das eingebaute Mikrofon reagiert sie auf Musik und Geräusche im Raum und übersetzt sie in eine Lichtshow auf ihrer roten LED-Matrix.
Ein kompaktes Interface für digitale Inhalte
Die SOOOT Box ist ein kompaktes, schwarzes, geneigtes Objekt. Links und rechts sitzen die Stereolautsprecher, oben befindet sich der Kartenschlitz, auf der Front eine schlichte Matrix klassischer roter LEDs. Dank des integrierten Akkus lässt sich die Box unabhängig vom Stromkabel nutzen – auf der Küchenarbeitsplatte, dem Nachttisch oder überall dort, wo sie ihren Platz finden soll.
Bei Bedarf verbindet sich SOOOT per WLAN. Viele Funktionen, darunter Klanglandschaften, Timer und selbst gespeicherte Audiodateien, lassen sich jedoch auch offline nutzen. Das eingebaute Mikrofon wird ausschließlich aktiviert, wenn es benötigt wird. Eine LED zeigt an, sobald es eingeschaltet ist.
Einmal einrichten, dann das Smartphone weglegen
Die zugehörige SOOOT App für iOS und Android übernimmt die Einrichtung des WLANs, ermöglicht die Feinjustierung der Box und bereitet Inhalte und Funktionen für Custom Cards vor. Künftig soll sie auch weitere SOOOT Card Stacks freischalten. Die App befindet sich derzeit noch in Entwicklung und ist nicht öffentlich verfügbar.
Im Alltag tritt sie in den Hintergrund. Ist SOOOT einmal eingerichtet, erfolgt die Bedienung direkt über die Karten: nehmen, einstecken, kombinieren oder wieder herausziehen.
Von Vogelstimmen zur gelochten Karte
Die Idee zu SOOOT entstand vor vier Jahren bei Jörg Pressel, Geschäftsführer von three-2-one. Ausgangspunkt waren bewegungsgesteuerte Geräte, die Vogelstimmen abspielten. Daraus entstand eine einfache Frage: Was wäre, wenn sich der Klang auswählen und verändern ließe und gleichzeitig über ein hochwertigeres Audiosystem wiedergegeben würde – die Bedienung aber genauso unmittelbar bliebe?
Pressels Faszination für Lochkarten führte schließlich zur Idee, Papier als physisches Interface einzusetzen. Im Laufe der Entwicklung eröffnete sich eine weitere Möglichkeit: Mehrere Karten können gleichzeitig eingesteckt werden. Damit können physische Objekte digitale Inhalte nicht nur auswählen, sondern Funktionen miteinander kombinieren und verändern.
Die Technik verschwindet dabei hinter etwas denkbar Einfachem: einem Stück Papier. Für Jörg Pressel, Erfinder von SOOOT und Geschäftsführer von three-2-one, ist genau dieser Gegensatz der Kern von SOOOT: „Mich hat die Vorstellung fasziniert, dass ein einfaches Stück gelochtes Papier zur Schnittstelle für etwas Digitales werden kann. In der Karte steckt keine Elektronik, und trotzdem kann sie einen Inhalt oder eine Funktion darstellen, die man in der Hand hält. Dieser Gegensatz zwischen der Einfachheit von Papier und dem, was es die SOOOT Box tun lässt, ist der Kern von SOOOT.“ Das System ist zum Patent angemeldet.
Erstmalig öffentlich in Eindhoven
Die Dutch Design Week 2026 markiert die erste öffentliche Präsentation von SOOOT. Vom 17. bis 25. Oktober 2026 können BesucherInnen im Piet Hein Eek Showroom in Eindhoven funktionsfähige SOOOT Boxen bedienen und die verschiedenen Karten und Kombinationen selbst ausprobieren.
Während der Ausstellung wird eine funktionsfähige „EINDHOVEN“ SOOOT Card verschenkt. Außerdem sind zwei SOOOT DDW 2026 Collectible Cards erhältlich. Ergänzt wird das Angebot durch den SOOOT DDW 2026 Exhibitor’s Frame: alle drei Karten gerahmt, in Schwarz oder Weiß.
Weitere SOOOT Card Stacks sind in Arbeit. Jeder neue Stack bringt neue Funktionen mit, die sich mit den vorhandenen Karten kombinieren lassen. SOOOT wird als kommerzielles Produkt entwickelt; der Marktstart ist für 2027 geplant. Weitere Informationen folgen zu einem späteren Zeitpunkt.
JournalistInnen können einen Online- oder Vor-Ort-Termin anfragen. Hochauflösende Bilder, ein Datenblatt mit den technischen Daten und weiteres Pressematerial stehen unter soootbox.com/press bereit.
Über three-2-one
Die three-2-one GmbH ist ein Designstudio in Krefeld. Das 1997 gegründete Studio arbeitet in den Bereichen digitales Design, Programmierung und Print – bislang vor allem im Auftrag von Kunden. Mit SOOOT entwickelt three-2-one erstmals ein Produkt unter eigenem Namen und führt dabei unterschiedliche Disziplinen in einem System zusammen.
Das Studio entwickelt Elektronik, Gehäuse, Firmware, Kartensystem und SOOOT App und gestaltet die gedruckten SOOOT Cards.
Pressekontakt
Jörg Pressel
three-2-one GmbH
press@soootbox.com